Nach drei Powerplay-Gegentoren und einem Shorthander ohne Punkte zurück aus Hessen…

EC Bad Nauheim vs. Bayreuth Tigers 5:1 (2-1, 2-0, 1-0)

Zuschauer: 2109 Strafen: BN: 18 Min  BT: 16 Min Powerplay: BN: 4/8  BT: 1/9

Bad Nauheim: Guryca, Hane – Dalhuisen, Ketter, Slaton (2), Shevyrin (2), Mannes (4), Stiefenhofer – Hadraschek, Kahle (2), Brandl, Cody Sylvester (2), Ratmann, Dustin Sylvester (2), Strodel, Livingston, Reimer, Bires, Sekesi (2), Krestan (2)

Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr (2), Martens, Veisert, Heider, Linden (6), Potac (2), Nijenhuis – Rajala (2), Busch, Kolozvary (4), Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Bosas, Kirchhofer Kunz, Gläser

Tore: 1:0 (6.) Dustin Sylvester SH1, 2:0 (15.) Sheverin (D. Sylvester, Livingston) PP1, 2:1 (19.) Bosas (Kolozvary), 3:1 (22.) Dalhuisen (Bires, Hadraschek, 4:1 (33.) Cody Sylvester (Krestan, Livingston) PP1, 5:1 (46.) Stiefenhofer (Livingston, Shevyrin)

Seinen ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison konnte Jozef Potac – nachdem er sich im Training den Knöchel gebrochen hatte – absolvieren. Dafür konnte Mark Heatley, der sich beim Aufwärmen leicht verletzt, das Spiel nicht bestreiten.

Nach einer kurzen Abtastphase beider Teams testet Richter den Nauheimer Goalie nach vier gespielten Minuten zum ersten Mal – worauf Slaton antwortet und nur Sekunden später auf der Gegenseite Herden auf die Probe stellte. Als Krestan auf die Strafbank musste, zogen die Tigers ein ansprechendes Powerplay auf. Potac, Järveläinen und Rajala kamen zu Schüssen, die allerdings allesamt Beute von Guryca wurden. Als die Reihen getauscht wurde, und Bosas sich von der blauen Linie versuchte, der Schuss abgeblockt wurde, ging Dustin Sylvester auf und davon und ließ Herden keine Chance. Bereits der fünfte Shorthander, den die Tigers in der laufenden Saison einstecken mussten. Nach acht Minuten die nächste Chance mit einem Mann mehr und erneut kamen die Tigers schnell in die Aufstellung – und erneut feuerten sie aus allen Lagen – vorerst ohne Erfolg. Besser machten es die Kurstädter als sie selbst nach 13 Minuten die Chance bekamen in Überzahl zu agieren. Sheverin wurde mustergültig freigespielt und versenkte die Scheibe aus kurzer Distanz zum 2:0 für seine Farben. Und nur kurz darauf die nächste große Chance für die Gastgeber als sich Bayreuth eine kurze Schwächephase nahm. Nach 19 Minuten dann aber der Anschluss zum 2:1 durch Bosas, der von Kolozvary im Powerplay schön bedient wurde, trocken abzog.

In die Kategorie „doppeltes Pech“ fiel das dritte Tor der Nauheimer. Zunächst saß Linden noch eine fragwürdige Strafe aus dem ersten Abschnitt ab und als man in Unterzahl die Chance zum Break bekam und die Scheibe über die Bande zum freien Mitspieler passen wollte, blieb diese am Schlittschuh des Linienrichters hängen. Den Scheibenbesitz nutzten die Nauheimer, kurz nach Ablauf der Strafe, und stellten durch Dalhuisen auf 3:1. Den Aufschwung versuchten die Gastgeber zu nutzen und machten weiter Druck. Die Latte verhinderte kurz darauf einen weiteren Treffer. Järveläinen und Rajala mit zwischenzeitlichen Chancen auf Seiten der Gelb-Schwarzen. Es ging aber weiter und dieses Mal war es Mayr, der auf die Strafbank musste. Auf dem Eis liegend wurde ihm ein hoher Stock angelastet und auch Linden, kurz darauf wurde für ein solches Vergehen zum Abkühlen geschickt. Die Tigers wehrten sich mit zwei Mann weniger auf der Eisfläche nach Kräften und es schien beinahe überstanden als Cody Sylvester aus halbrechter Position einen Pass von Krestan direkt nahm und unhaltbar für Herden einschoss. Ein Powerplay der Tigers brachte noch mal Chancen durch Kolozvary und Bosas, die jeweils am Guryca scheiterten. Insgesamt das Drittel der Hessen, die vermehrt Druck aufbauen konnten und die klareren Chancen herausspielten.

Jeweils acht Strafminuten für jedes Team verteilten das Schiedsrichtergespann – in einem äußerst fair geführtem Spiel – im Schlussabschnitt! Platz war also genug auf der Eisfläche. Ausnutzen konnte dies allerdings nur der EC Bad Nauheim, wenn auch nur noch einmal und natürlich im Powerplay als Stiefenhofer ziemlich unbedrängt im Slot an die Scheibe kam. Die Tigers mühten sich aber ein richtiger Spielfluss sollte nicht mehr aufkommen, sodass die Gastgeber mehr oder weniger das Ergebnis verwalten konnten und verdient die drei Punkte in der Wetterau behielten.

„Wir haben zu viele Tore in Unterzahl kassiert, was bisher eigentlich unsere Paradedisziplin war. Nauheim hat das aber auch gut gespielt. Der Shorthander darf nicht passieren. Insgesamt ein verdienter Sieg für Bad Nauheim“, so Petri Kujala kurz nach der Partie. Vom Moderator der Pressekonferenz darauf angesprochen, dass Bayreuther Fans noch draußen stehen und „Wir haben die Schnauze voll“ skandieren, zeigt der Bayreuther Übungsleiter Verständnis: „Die Fans haben recht, wenn sie die Schnauze voll haben. Ich habe sie auch voll – gerade nach letzter Woche mit den zwei schlechten Spielen, besonders das in Frankfurt.“

Nauheims Coach war verständlicherweise zufrieden: „Wir haben verdient gewonnen. Überzahl, Unterzahl hat, bis auf einmal, sehr gut geklappt. Gerade das Powerplay hat im Training schon gut ausgesehen und ich bin natürlich zufrieden, dass es auch im Spiel geklappt hat.“

 

 

 

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