56 Minuten gutes Eishockey… Keine Punkte in Frankfurt

Löwen Frankfurt vs. Bayreuth Tigers 4:3 (3:1, 1:2, 0:0)

Frankfurt: Klein, Kucis – Sonnenburg, Stephan, Erk, Hüttl (2), Faber (2), Wirt – Schinko, Eisenmenger, Proft (2), Darren Mieszkowski, Lewandowski, Dmitriev, Mitchell, Mike Mieszkowski, Collberg, Kretschmann (2), MacAulay, Kerbashian (2)

Bayreuth: Herden, Wölfl, Zimmermann Nico – Schug, Davis, Karlsson, Schmitz (2), Pokovic, Meisinger – Lillich (2), Kolozvary, Davidek (2), Nix, Rjala, Järveläinen, Zimmermann Tim, Bindels, Schumacher

Zuschauer: Nein

Schiedsrichter: Klein, Lajoie – Müller, Six

Strafen: Frankfurt: 10 Bayreuth: 6 Powerplay: Frankfurt: 1/2 Bayreuth: 1/5

Torfolge: 1:0 (3.) Darren Mieszkowski (Faber, Mike Mieszkowski), 2:0 (4.) MacAulay (Faber, Mitchell) PP1, 3:0 (4.) Lewandowski (Schinko, Proft), 3:1 (10.) Lillich (Davis, Davidek), 3:2 (24.) Järveläinen (Kolozvary, Herden), 4:3 (38.) Davidek (Kolozvary, Järveläinen) PP1

75 Sekunden – 3 Tore! So begann das Spiel in der Mainmetropole am Samstagabend. Gedanklich noch nicht ganz im Spiel, mussten die Bayreuther in der 3. Und 4. Minute gleich drei Gegentreffer hinnehmen. Zunächst fälschte Daren Mieszkowski eine Scheibe, die Faber Richtung Tor schlug entscheidend ab. Der zweite Treffer folgte, als Schmitz die Strafbank drückte, durch MacAulay, wiederrum durch eine abgefälschte Scheibe, die in diesem Fall von Mitchell in die gefährliche Zone gebracht wurde. Schließlich durfte Lewandwoski, mit seinem 100. Treffer im Löwentrikot, noch ran, der im Slot freistehend mit der Rückhand das Spielgerät an Herden vorbei in die Maschen setzte. Ab etwa der Mitte des Drittels, als erstmals Druck durch Järveläinen auf das Tor der Frankfurter ausgeübt werden konnte, drehten sich die Spielanteile Richtung Tigers. Nachdem Pokovic mit einem strammen Schuss das Tor nur knapp verfehlte war es Lillich, der am langen Eck lauernd einen Pass von Davis an dem bereits geschlagenen Klein vorbei zum Anschluss einschob. Kolozvary, Davis und Zimmermann, der einmal alleine auf das Frankfurter Tor zufahren konnte, hatten beste Gelegenheiten, das Ergebnis noch vor der ersten Pause zu korrigieren, was dem Spielverlauf wohl mehr entsprochen hätte, da die Gastgeber, bis auf einen verdeckten Schuss von MacAulay, der abgefälscht auf das Tor von Herden zuflog, keine Gefahr mehr in diesem Abschnitt mehr ausstrahlen konnten.

Erstmal keine Tore aber Strafen in kurzer Abfolge, so ging es ins zweite Drittel. Davidek folgte Kretschmann und diesem folgte Kerbashian. Bei zwischenzeitlich vier Feldspielern auf beiden Seiten schnappte sich Järveläinen die Scheibe an der eigenen blauen Linie, lief zentral in die Angriffszone und nahm schnell den Schuss, der von einem Verteidiger der Löwen abgefälscht, in hohem Bogen über Klein zum 3:2 im Tor landete. Nachdem in der Folge Järveläinen Klein in Schwierigkeiten brachte und Kolozary knapp scheiterte, kamen die Frankfurter, wie aus dem Nichts, nach 28 gespielten Minuten mit der ersten Chance in diesem Abschnitt zum nächsten Treffer. Stephan brachte die Scheibe mit einem Weitschuss in die gefährliche Zone, der noch abgewehrt werden konnte. Gegen den Nachschuss von Kretschmann war Herden dann machtlos. Einen Penalty, den der gefoulte Bindels als er zuvor an einem Schuss vor Klein durch ein Foul gehindert wurde, vergab der Bayreuther Stürmer, bevor man im Powerplay doch noch den Anschlusstreffer setzen konnte. Davidek mit Gewalt aus zentraler Position ließ Klein keine Chance. Einige Male mussten die Tigers zum Ende des Abschnitts, als die Löwen aktiver wurden, durchschnaufen, als diese einige Möglichkeiten nicht nutzen konnten.
So sehr sich die Tigers auch im dritten Abschnitt mühten, es sollte nicht mehr zu einem Torerfolg reichen an diesem Abend. Auch wenn Davidek, Schug oder Davis mit ihren Versuchen die eine oder andere Möglichkeit hatten. Allerdings hätte auch Frankfurt den einen oder anderen Treffer setzten können, zum Beispiel als Kretschmann in Unterzahl ein schnelles Break laufen konnte, jedoch an Herden scheiterte oder Schinko nach 52 mit freier Schussbahn aus kurzer Distanz am Bayreuther Schlussmann nicht vorbeikam. Die Auszeit und die gleichzeitige Herausnahme von Herden, gut eine Minute vor Ende der Partie, brachte Karlsson nochmals in Position, dessen Schuss aber Beute von Klein wurde. Somit wurde man, nach anfänglichen vier wilden Minuten, für ein gutes Eishockeymatch bei einem der Ligafavoriten nicht mehr belohnt.

-av-

Foto: Puck by Steph

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