Am Ende bleibt ein Punkt gegen den Spitzenreiter

Bayreuth Tigers vs. Kassel Huskies 4:5 (2:0, 1:2, 1:2/0:1) n. P.

Bayreuth: Herden, Wölfl – Davis (2), Schug, Mannes, Karlsson (2), Schmitz, Pokovic – Davidek, Kolozvary (4), Gron (2), Lillich, Rajala, Järveläinen, Bindels, Meisinger, Schumacher, Zimmermann

Kassel: Hungerecker, Kuhn – Dinger, Rutkowski, Müller, Shevyrin, Tramm, Keussen, Bojarin – Laub (2), Cameron (14) Olsen, Cornet, Breitkreuz, Valentin, Spitzner, Schmidpeter, Krank, Granz (2)

Zuschauer: Keine

Schiedsrichter: Lajoie, Schütz – Sauer, Schlotthauer

Strafen: Bayreuth: 10 Kassel: 8 +10 Powerplay: Bayreuth: 1/3 Kassel: 1/4

Torfolge: 1:0 (2.) Karlsson (Järveläinen, Lillich), 2:0 (13.) Karlsson (Järveläinen, Schumacher) PP1, 3:1 (27.) Järveläinen (Meisinger, Schmitz), 3:2 (36.) Spitzner (Laub, Rutkowski) PP1, 4:3 (48.) Karlsson (Bindels, Schumacher), 4:3 (50.) Cameron (Moser), 4:4 (50.) Cameron (Valentin, Breitkreuz), 4:5 Moser (65.) PS

Mit einer konzentrierten Leistung begann man das Spiel und hielt diese über die ersten 20 Minuten aufrecht. Die stark aufspielenden Huskies legten hohes Tempo vor und kamen mehrfach gefährlich ins Drittel der Tigers, wo diese meist gut am Mann standen, oft nur Schüsse von außen zuließen und als Moser einmal alleine auf Herden zulief, dieser stark reagierte. Die schnelle Führung durch Karlsson verunsicherte die Gäste dennoch keineswegs, die weiterhin ihr Tempo gingen aber bei eigener Unterzahl – Granz saß zwei Minuten ab – Karlsson zu viel Raum gaben, den dieser sofort nutzte und seinen zweiten Treffer auf die Anzeigentafel schreiben konnte.

Im Mittelabschnitt waren es die Huskies, die einen schnellen Treffer setzen konnten. Keussen, der zu viel Platz hatte, zog aus halblinker Position ab und traf zum 2:1, was durch den Videobeweis bestätigt wurde, da im Torraum von Herden ziemlich Verkehr herrschte. Gleich danach ging Lauf alleine auf den Bayreuther Torsteher zu, der stark reagierte und die Scheibe unter sich begrub. Es dauerte etwas, bis die Tigers jetzt ins Spiel fanden aber dies dann gleich mit einem Torerfolg. Eine von der Bande zurückspringende Scheibe, die von Schmitz kam, nahm Järveläinen blitzschnell auf und verwandelte diese. Nur wenige Augenblicke nach dem folgenden Bully visierte Pokovic den Pfosten an. Dass zu viele Unterzahl gegen die Tormaschine aus Hessen gefährlich werden kann, erlebte man, als nach einer abgelaufenen Strafe gegen Kolozary, der nur Sekunden auf dem Eis zurück war, Gron runter musste. Genau neun Sekunden hielt man dem Druck stand, bevor Spitzner den Eintrag aufs Scoreboard schrieb. Dieser Treffer setzte nochmals Kräfte bei den Gästen frei, die im Anschluss massiv Druck auf das von Herden gehütete Tor ausüben konnten, aber zu keinem weiteren Erfolg gegen stark kämpfende Tigers kamen.

Vielleicht wäre mehr drin gewesen am heutigen Abend, wenn man im Schlussabschnitt gegen weiterhin stark spielende Huskies diesen nicht zwei „leichte Tore“ gegeben hätte, die Cameron innerhalb von 30 Sekunden erzielen konnte. Zuvor erzielte Karlsson, der einen persönlichen Dreierpack schnürte, die 4:2 Führung, zu einem Zeitpunkt, als man bereits auf Davis verzichten musste, der sich eine 2 + 10 Minuten Strafe eingehandelt hatte. Chancen, einen weiteren Treffer zu erzielen waren, wenn man sich aus der Umklammerung der Hessen befreien konnte, mehrfach da. So ging es in die Overtime, in welcher Gron bei einem Alleingang knapp scheiterte. Nachdem diese Zusatzspielzeit dann ohne Tor über die Bühne ging, war es Moser, der den Gamewinner per Penalty erzielte, nachdem zuvor Davidek und Cornet getroffen hatten aber die beiden weiteren Bayreuther Schützen ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten.

„Vor dem Spiel hätte ich gerne den Punkt genommen. Wir haben sehr gut in der defensiven Zone gearbeitet, waren sehr eng am Mann, was gegen Kassel auch nötig ist. Haben allerdings beim dritten und vierten Tor schlecht verteidigt und diese ein bisschen leicht hergegeben“, gab Coach Kujala kurz nach dem Spiel zu Protokoll.

-av-

Foto: Peter Kolb

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