Beißen, kratzen, kämpfen – Sieg!

Bayreuth Tigers vs. Tölzer Löwen 5:4 (1:2, 2:1, 2:1)

Bayreuth: Herden (2), Steinhauer, Nico Zimmermann – Gabriel, Pokovic, Pruden (2), Meisinger, Davis (2), Menner – Hohmann, Ratmann, Järveläinen, Bindels, Tim Zimmermann, Kretschmann (4), Schumacher, Meier, Pither

Bad Tölz: Hertel, Hölzl – Horschel, Eberhardt, Leitner, Brady, Bohac – Engel, Ott, Kharboutli, Spiro, Kolb, Dibelka, Merl, Miller, Schlager, McNeely

Zuschauer: Keine zugelassen

Schiedsrichter: Singer, Westrich – Höck, Sauer

Strafen: Bayreuth: 10 Tölz: 6 PP: Bayreuth: 1/3 Tölz: 1/5

Torfolge: 0:1 (6.) Eberhardt (Dibelka, Kharboutli), 1:1 (16.) Kretschmann (Bindels) SH, 1:2 (17.) Dibelka (Brady, Spiro) PP1, 1:3 (29.) Kharboutli, 2:3 (19.) Zimmermann (Pokovic), 3:3 (19.) Davis (Järvleläinen, Hohmann) PP1, 4:3 (47.) Kretschmann (Pither, Hohmann) PP2, 4:4 (50.) Merl (Brady, Kolb), 5:4 (56.) Järveläinen (Davis, Pither)

Mit den „Rückkehrern“ Schumacher und Kretschmann konnten die Tiger seit langer Zeit erstmals wieder auf drei Reihen zurückgreifen, was dem Spielwitz allerdings nicht wirklich zugänglich war.

Lange Zeit bestimmte Tölz das Geschehen auf dem Eis. Die Isarwinkler waren agiler, schneller auf den Beinen und ließen nach hinten wenig zu. Allerdings bedurfte es ein Tor, das so nicht oft fällt, als Eberhardt von der blauen Linie die Scheibe hoch auf das Gehäuse von Herden brachte und diese irgendwie reinfiel, um die Führung zu erzielen.  Eine Strafe gegen Pruden brachte dann vermeintlich noch mehr Power für das Löwen-Rudel, die sich jedoch erstmal einen Gegentreffer einfingen, als Kretschmann auf den Plan trat und per Shorthander den Ausgleich herstellte. Dieser hatte dann nur 20 Sekunden Bestand, nachdem Dibelka die erneute Führung aufs Scoreboard schreiben konnte.

Ungewöhnlich viele Strafen für das derzeitige Auftreten der Tigers zog man im Mittelabschnitt und sah sich gleich zwei Mal der Situation gegenüber, eine doppelte Unterzahl überstehen zu müssen, was man auch, mit großem Einsatz, schaffte. Verhindern konnte man den nächsten Treffer der Tölze jedoch nicht. Ein Abspielfehler in der Defensive lud Kharboutli ein, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und damit einen 2-Tore-Vorsprung herausschoss. Durch einen Doppelschlag der zum Ende des Abschnitts besser werdenden Tigers – als zunächst Zimmermann von Pokovic eingesetzt wurde und 27 Sekunden später Davis, der im Überzahlspiel von Hohmann und Järveläinen freigespielt wurde – konnte man mit einem Unentschieden in die Pause gehen.

Jetzt waren die Tigers wieder im Spiel und man agierte mehr und mehr im Angriffsdrittel. Als Spiro und Bohac in kurzer Abfolge auf die Strafbank wanderten, und die Tigers nun ihrerseits eine doppelte Überzahl spielen konnte, machten sie es besser als der Gegner bei seinen Versuchen. Kretschmann war zu Stelle und stellte die erstmalige Führung her, die Merl wenige Minuten nochmals ausgleichen konnte. Drehbuchgerecht war es am Ende Ville Järveläinen, der sich stark durchsetzen konnte und mit seinem 100. Treffer im Trikot der Tigers den umjubelten Siegtreffer setzen konnte.

-av-

Foto: Peter Kolb

 

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