Bietigheim und Tölz fordern die Tigers

Wenn am Freitag um 20 Uhr der amtierende DEL2 Meister Bietigheim Steelers zum zweiten Mal diese Saison seine Aufwartung im Tigerkäfig macht, treffen die Tigers auf ein Team, das sich trotz noch immer viel Routine etwas im Umbruch befindet. Präsentiert wird diese Partie von Anoteros Bayreuth. Noch ist man an der Enz auf der Suche nach der früheren Konstanz und erlaubt sich stattdessen  immer wieder einfache Fehler, die man von den Steelers so nicht kannte. Trainer Boisvert hat besonders im Angriff um Goldhelm McKnight, Sommerfeld und Hauner sehr viele bewährte und hochkarätige Kräfte zur Verfügung, denn da stehen ja auch noch Könner wie Preibisch, McNeely, Weller oder Cabana im Kader. Trotzdem belegt man beim „Dauerfinalisten der letzten Jahre“ aktuell mit 43 Zählern „nur“ platz 5. Auffällig ist dabei, dass man deutlich mehr Gegentore bekommt als in der Vergangenheit und auswärts trotz einer gespielten Partie weniger sogar einen Punkt mehr geholt hat als im heimischen Ellental. Die Special Teams, früher eine Paradedisziplin der Steelers, versprühen inzwischen auch nicht mehr den ganz großen Glanz, aber abschreiben sollte man Bietigheim ganz sicher nicht. Die Abwehr stützt sich nach dem Ausfall von Prommersberger sehr auf den amerikanischen Neuzugang Corrin und im Tor teilt sich das Trio Shapirov, Martinovic und Proske die Einsätze. Beim ersten Duell am roten Main im Oktober siegte Bietigheim noch knapp mit 3-2 aber vor drei Wochen bei den Steelers sicherten sich die Oberfranken nach Verlängerung zwei Punkte.

Sonntag um 18.30 Uhr geht es dann weiter bei den heimstarken Tölzer Löwen, die mit 33 Punkten momentan auf Platz 8 liegen. In Tölz verlor man zum Saisonauftakt mit 2-5 aber zu Hause hielt man sich beim 4-2 Ende Oktober genauso verdient schadlos und dokumentierte schon die seitdem noch weiter gesteigerte Entwicklung der Tigers. Aber auch die Löwen haben sich als Vorjahresaufsteiger inzwischen gut etabliert. So gelang es Trainer Berwanger die jahrelange Dauerbaustelle im Isarwinkel die Special Teams in richtig gutes Powerplay und Penaltykilling zu verbessern. Wichtigste Faktoren sind dabei Stammgoalie Ben Meisner und die Defender Andi Schwarz, Wehrs (offensivstark aber auch relativ viele Strafen) und Borer. Offensiv sticht die ganze Saison so zusammen spielende Paradereihe um Goldhelm Beach (Ligaweit 6.), MacAulay (10.) und Eigengewächs Pauli heraus aber auch die Rückkehr der lange verletzt fehlenden Dibelka und Schlager wirke sich belebend aus. Die vielen lauf- und kampfstarken Eigengewächse komplettieren das Team in Tölz zu einem oft unangenehmen Gegner, der ja auch in der letztjährigen zweiten Playdown-Runde das bessere Ende für sich hatte, wobei das Team nun deutlich stärker besetzt wirkt.

Zwei Teams gegen die für die Tigers jeweils ein Sieg und eine Niederlage in der bisherigen Spielzeit zu Buche stehen, sind also die nächsten Kontrahenten und mit dem gestiegenen Selbstbewusstsein durch die guten Spiele zuletzt versucht man weiter zu punkten. Die knappe Niederlage gegen Frankfurt war zwar ärgerlich aber es überwog auch hier das Positive, wie man lange gegen dieses Spitzenteam auf Augenhöhe agierte. Da bis auf den erkrankten Veisert bisher alle Akteure weiterhin voll im Training sind, hat Tigerdompteur Kujala auch fürs nächste Wochenende vermutlich „volle Kapelle“ zur Verfügung. Ähnlich wie zuletzt ließ er wieder offen wie er die Kontistellen und das Tor diesmal besetzt, ist aber hoffnungsvoll dass sein Team wieder gute Vorstellungen bringen kann. Wenn man die letzten Wochen zum Maßstab nimmt, fällt die deutlich gesenkte Gegentorquote auf. Gestiegene Stabilität im ganzen Mannschaftsgefüge mit viel weniger Breaks und Raum für die Gegner sind dazu der Schlüssel, den man unbedingt beibehalten will.

Tickets für Heimspiele der Tigers finden sich hier: Online-Tickets

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