„Hessen-Wochenende“ mit 6 Punkten

Tigers bringen Frankfurt die erste Niederlage der Saison bei…

Bayreuth Tigers vs. Löwen Frankfurt 5:1 (0:0, 3:0, 2:1)

Bayreuth: Herden, Steinhauer, Nico Zimmermann – Karrer, Gabriel, Pokovic, Pruden, Pilu (4), Podlipnik, Stiefenhofer – Hohmann, Fleischer, Ratmann, Kolozvary (4), Järveläinen (2), Meisinger (2), Ribarik, Bindels (2), Schumacher (5), Meier, Pither, Cabana

Frankfurt: Kucis, Hildebrand – Maginot (2), Sonnenburg, Raymond, Erk, Faber (2), Wirt – Carey (11), Schwartz (2), Wenzel, Mieszkowski, Moser, Strodel, Wruck, Fogt, Preto, Dimitriev, McMillan (2), Sykora

Zuschauer: 1.055

Schiedsrichter: Harrer, Schütz – Kriebel, Linnek

Strafen: Bayreuth: 19 Frankfurt: 19 PP: Bayreuth: 1/6 Frankfurt: 1/6

Torfolge: 1:0 (24.) Hohmann (Bindels, Meier), 2:0 (29.) Meisinger (Pilu, Meier), 3:0 (40.) Pither (Hohmann, Järveläinen) PP1, 4:0 (44.) Kolozvary (Pither, Ribarik), 4:1 (46.) Carey (McMillan, Reymond) PP1, (50.) Ratmann (Pither)

Erneut mit den Jungs aus Nürnberg, die zur Verstärkung im Kader der Tigers standen, ging man ins Spiel gegen den bis zu diesem Zeitpunkt verlustpunktfreien Tabellenführer aus Frankfurt. Schnell merkte man, dass beide Teams um jeden Zentimeter Eis kämpften. Nach gerade einmal gut drei Minuten waren bereits vier Akteure – zwei auf beiden Seiten – vom Schiedsrichtergespann jeweils zwei Minuten zum abkühlen geschickt worden, was jedoch keine Folgen hatte. Die Abwehrreihen der Hessen, sowie der Oberfranken verrichteten hier gute Arbeit. Eine erste, echte Chance erarbeitete sich Petro nach sechs gespielten Minuten, die Beute von Herden wurde. Kurz darauf peilte Wenzel den Außenpfosten an. Auf Seiten der Gastgeber, die absolut auf Augenhöhe mit dem Mainhessen agierten, nahm Karrer – in einer kurzen Druckphase der Tigers zwischen der 12. und 14. Minute – Maß. Die Scheibe, die Kucis nicht festhalten konnte, wurde jedoch weder von Ratmann noch von Cabana, die hier die Gelegenheit hatten, im Netz untergebracht. Nachdem Fleischer durch die Abwehrreihen gelaufen war und im letzten Moment entscheidend gestört wurde, revanchierte sich der junge Stürmer kurz darauf, als er den durchgebrochenen Carey kurz vor dem Ende des ersten Abschnitts – nachdem die Tigers eine kurze Druckphase der Gäste überstehen mussten – im letzten Augenblick die Scheibe vom Schläger spitzelte.

Noch gut 90 Sekunden überstand man zu Beginn des zweiten Drittels, als Pilu noch eine Strafe aus dem ersten Abschnitt absitzen musste und man lediglich einen einzigen Schuss der Frankfurter durch Sykora zuließ. Als sich in der 24. Spielminute Bindels und Meier fast schon in den Slot warfen und die Scheibe Richtung Tor arbeiteten, stand Hohmann goldrichtig und schob den Abpraller zum 1:0 in die Maschen. Nur wenige Augenblicke später hatte Pither die Möglichkeit sogar zu erhöhen und in einem anschließenden Powerplay versuchten sich Järveläinen und Fleischer. Allerdings musste auch hier Herden aufpassen – als Moser durchgebrochen war – und entschärfen. Nach 29 Minuten nahm sich Pilu ein Herz und zog von der blauen Linie ab – die von Kucis zurückspringende Scheibe verwertete Meisinger mit einer schnellen Reaktion zum nächsten Treffer. Podlipnik versuchte sich kurz darauf mit einem Fernschuss, bevor die Gäste aus Frankfurt wütende Angriffe starteten und Herden unter Beschuss nahmen. Als Kolozvary bei einem Angriff Kucis leicht berührte, hob dieser spektakulär ab – ähnlich wie Sykora Ende des ersten Drittels – als dieser von Pilu leicht touchiert wurde. Vermutlich ist hier die Nähe zum Frankfurter Flughafen mitverantwortlich. Trotzdem hätte man sogar hier bei einem schnell vorgetragenen Konter über Hohmann erhöhen können. Als MacMillan Pilu in die Bande checkte und dafür zum abkühlen musste, zogen die Tigers ein strukturiertes Powerplay auf, wo am Ende Hohmann die Scheibe ganz cool so lange verzögerte, bis er den am langen Pfosten freistehenden Pither anspielen konnte und dieser auf 3:0 stellte.

Auch wenn die Hessen, nachdem es weiter ging, die erste Chance durch Sykora hatten, so war der erste Erfolg im Schlussabschnitt den Tigers vorbehalten. Meier scheiterte noch aber als kurz darauf Ribarik die Scheibe spitz in den Slot spielte, änderte der mitgelaufene Kolozvary noch die Richtung dieser und stellte damit auf 4:0. Ein Überzahlspiel der Gäste, welches diese durch Carey erfolgreich abschließen konnten und damit den ersten Treffer des Abends erzielten, nährte noch mal Hoffnung für diese. Jedoch war alles, was dann auf Herden kam, nicht an diesem vorbeizubringen. Als Pither eine Scheibe im gegnerischen Drittel „klaute“ und diese schnell auf Ratmann passte, schloss dieser überlegt ab und markierte mit dem 5:1 auch den Endstand dieser Partie, welche die Tigers konzentriert und mit starker Defensivleistung – auch in dieser Höhe – verdient als Sieger beendeten. Dass man bei den Gästen so gar nicht damit einverstanden war, demonstrierte kurz vor dem Ende der Frankfurter Stürmer Carey, der nach einigen Nickligkeiten schnell die Handschuhe fallen ließ und mit Schumacher in den Fight ging, wofür beide fünf Minuten nahmen und Carey zusätzlich zwei Strafminuten. Das letzte Powerplay des Abends spielten die Tigers dann mit Ruhe und Geschick herunter, wobei man nichts mehr auf die Anzeigentafel schreiben konnte.

-av-

Foto: Peter Kolb

 

 

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