Kalte Dusche in Sachsen…

Dresdner Eislöwen vs. Bayreuth Tigers 7:2 (2:2, 2:0, 3:0)

Dresden: Schwendener, Hufsky – Karlsson, Kolb, Suvanto, Mannes, Uplegger (2), Schmitz (2) – Knackstedt (2), Petersen, Walther, Kuhnekath, Mrazek, Filin, Drews, Rundqvist, Knobloch, Porsberger, Kruminsch, Andres

Bayreuth: Herden, Steinhauer – Gabriel, Pokovic, Pruden, Meisinger, Davis – Hohmann, Ratmann, Kolozvary, Järveläinen, Ribarik, Bindels (2), Zimmermann, Kretschmann, Schumacher, Meier (25), Pither (2), Cabana

Schiedsrichter: Klein, Naust – Paulick, Sauerzapfe

Zuschauer: 1.406

Strafen: Dresden: 6 Bayreuth: 29 PP: Dresden: 3/4 Bayreuth: 0/2

Torfolge: 0:1 (4.) Ratmann (Meisinger, Ribarik), 1:1 (8.) Knackstedt, 2:1 (8.) Porsberger (Karlsson, Filin), 2:2 (12.) Zimmermann, 3:2 (23.) Andres (Krumnisch, Schmitz) PP1, 4:2 (27.) Knackstedt (Walther) SH, 5:2 (45.) Mrazek (Drews), 6:2 (49.) Filin (Porsberger) PP1, 7:2 (52.) Knackstedt (Krumnisch, Walther) PP1

Mit fast 15 Minuten Verzögerung – Dresdner Fans hatten die „Wahnsinns-Idee, sofort nach dem ersten Bully Konfetti aufs Eis zu werfen – ging man das Spiel in Sachsen an, bei dem neben Moritz Schug auch Daniel Stiefenhofer angeschlagen fehlte.

Man hatte fast den Eindruck, die Jungs auf dem Eis wollten die verlorene Zeit irgendwie wieder reinholen – so flott wie das erste Drittel von beiden Teams angegangen wurde. Zunächst waren des die Gäste aus Bayreuth, die Druck auf Schwendener ausüben konnten. Cabana und Pither in den ersten Minuten verpassten knapp eine schnelle Führung, die Ratmann – der einen Schuss von Meisinger abfälschen konnte – dann nach vier gespielten Minuten nachholte. Mannes, Kuhnekath antworteten mit Weitschüssen, die jeweils Beute von Herden wurden. Ein Schuss, wie ein Strich aus halbrechter Position, den Knackstedt nach sieben Minuten abfeuerte, schlug dann aber im Winkel ein und brachte den Ausgleich für die Sachsen. Keine halbe Minute später war es Porsberger, der einen langen Pass von Karlsson aus dem eigenen Spieldrittel aufnahm und Herden keine Chance ließ und mit diesem Doppelschlag die Führung für Dresden schrieb. Die Führung gab den Gastgebern merklich Auftrieb, die jetzt durch Knobloch und Karlsson zu weiteren Möglichkeiten kamen. Zu sicher fühlte sich dann vielleicht Karlsson, der die Scheibe leichtfertig an Zimmermann gab, der auf und davon lief und den Ausgleich – mit einem Schuss zwischen die Schoner von Schwendener auf die Anzeigentafel schreiben konnte.

Mit dem zweiten Abschnitt hatten die Gastgeber insgesamt mehr vom Spiel. Ein schneller Treffer in Überzahl, als Bindels die Strafbank drückte, brachte die erneute Führung für Dresden, als Andres im Slot einen Schuss von Krumnisch an Herden vorbei abfälschen konnte. Die Korrektur, die man ggf. im ersten Powerplay für die Tigers, das kurz darauf folgte, klappte nicht. Im Gegenteil! Bereits zum zweiten Mal in dieser noch kurzen Saison musste man einen Treffer in eigener Überzahl hinnehmen, als Walther Knackstedt in Szene setzte und der Routinier der Dresdner auf 4:2 stellen konnte. Dass dieser Treffer den Tigers zusetzte, konnte man in der Folge ganz gut beobachten. Dresden übernahm mehr und mehr das Kommando, auch wenn Järveläinen oder Meisinger mit einem Versuch von der blauen Linie die eine oder andere Chance kreieren konnten oder Cabana kurz vor der Pause am starken Schwendener scheiterte.

Ribarik war es, der im Schlussabschnitt zunächst den Anschlusstreffer auf der Kelle hatte, diesen aber in dieser Situation nicht erzielen konnte. So kam es, wie es fast kommen musste, als Mrazek aus kurzer Distanz und mit Gewalt den nächsten Stich, in Form des nächsten Tores, für sein Team setzen konnte. Nur wenige Augenblicke später – Meier hatte selbst etwas den Halt verloren und dabei seinen Gegenspieler Schmitz an die Bande gecheckt – die nächste Hiobsbotschaft für die Oberfranken. Nach Sichtung des Videobeweises schickten man den jungen Stürmer mit 5 + Spieldauer vom Eis, was Dresden in Persona von Filin im anschließenden Powerplay schnell zum nächsten Tor ausnutzen konnte. Interessant wurde es dann noch einmal, als Knackstedt auf die Strafbank ging und man jeweils mit vier Felsspielern agierte. Elf Minuten vor dem Ende zog Bayreuths Trainer Kujala in diesem Moment seinen Goalie um mit einem weiteren Feldspieler Druck ausüben zu können. Kuriose Szenen spielten sich ab, als Dresden mehrfach in diesem Augenblick das leere Tor verfehlte aber auch die Tigers kamen nicht zum Erfolg. Besser machte dies später Knackstedt der mit seinem dritten Treffer an diesem Abend und erneut in Überzahl den Endstand von 7:2 für seine Jungs erzielen konnte und damit den erfolgreichen Abend mit dem verdienten Sieg der Sachsen ausklingen ließ, der vor allem den Special-Teams zu verdanken war.

„7:2 klingt und ist deutlich. Dresden ist von Anfang an hart gekommen und wir haben, trotz des 2:2 nie unsere Defensivzone im Griff gehabt und die Dinge lösen können. Auch haben wir zu wenig Zweikämpfe gewonnen“, so das kurze Fazit des Bayreuther Trainers Petri Kujala kurz nach der Partie.

-av-

Foto: Claudia Bergs

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