Konsequente Frankfurter nehmen die Punkte mit

Bayreuth Tigers vs. Löwen Frankfurt 2:4 (0:0, 1:2, 1:2)

Bayreuth: Herden, Wölfl, Zimmermann Nico – Pokovic, Meisinger (2), Schmitz, Davis (4), Schug – Rajala, Davidek (2), Kolozvary (2), Järveläinen, Lillich, Bindesl, Zimmermann Tim, Gron (4), Nix, Schumacher

Frankfurt: Klein, Kucis – Wood, Sonnenburg, Stephan, Erk, Faber – Kerbashian, Schinko, Eisenmenger, Proft (2), Fischer, Darren Mieszkowski, Mike Mieszkowski (2), Collberg, Kretschmann, MacAulay (4)

Zuschauer: Nein

Schiedsrichter: Haupt, Noeller – Kriebel, Weger

Strafen: Bayreuth: 14 Frankfurt: 8 Powerplay: Bayreuth: 1/4 Frankfurt: 2/7

Torfolge: 1:0 (21.) Gron (Järveläinen, Davis), 1:1 (24.) Schinko (Faber, Collber) PP1, 1:2 (26.) Schinko (Darren Mieskzkowski, Faber) PP1, 1:3 (48.) Fischer (MacAulay), 2:3 (55.) Gron (Rajala, Järveläinen) PP1, 2:4 (58.) Proft (Fischer)

Insgesamt musste man im ersten Drittel in großen Teilen defensiv arbeiten, denn die Löwen drückten von der ersten Minute an und brachten unzählige Schüsse auf das von Herden gehütete Tor. Der Bayreuther Torsteher konnte sich über zu wenig Beschäftigung in den ersten 20 Minuten also nicht beschweren. Aber auch die Abwehr stand stabil und ließ oft nur Schüsse von außerhalb zu. Nach der Hälfte des Abschnitts lag dann die Scheibe doch einmal im Tor der Bayreuther, was allerdings keine Folgen hatte, da ein Frankfurter im Torraum stand und man deshalb dem Treffer die Anerkennung versagte. Es dauerte bis zur 11. Minute, dass die Tigers einer ihrer wenigen Möglichkeiten aufs Eis brachten – Rajala hatte abgezogen, konnte aber Klein im Tor der Löwen mit dieser Prüfung nicht überwinden. Lillich versucht sich in der Folge mit einer Drehung im Slot und später mit einem Rückhandschlenzer, der kurz vor Klein noch einmal hochsprang und erstmals echte Gefahr für das Frankfurter Tor mit sich brachte.

Ein perfekter Start in den Mittelabschnitt gelang den Tigers, als Gron nach 48 Sekunden die Scheibe mit der Rückhand ins kurze Eck an Klein vorbei ins Tor schieben konnte und damit die Führung für seine Jungs auf die Anzeigentafel brachte. In der Folge war – bei dem nun sehr kleinlich pfeifenden Schiedsrichter, in einer eigentlich sehr fairen Partie – kaum ein Spiel mit voller Sollstärke der Teams möglich. Zunächst wanderte Davis für einen „hohen Stock“ für 2 + 2 Minuten auf die Strafbank, was Frankfurt optimal ausnutzte. Schinko traf zwei Mal in Überzahl und drehte so das Spiel, was das Ergebnis anbetraf, komplett in die andere Richtung. Im steten Wechsel schickte man nun die Akteure zur Strafbank oder pfiff auch mal „absichtliches Abseits“, als Rajala deutlich (!) nachdem die Scheibe ins Drittel gespielt worden war, hinterherlief. Insgesamt gestalteten die Tigers aber nun die Partie wesentlich ausgeglichener als noch im ersten Abschnitt und hatten bei einer doppelten Überzahl, die eine knappe Minute lief, gute Gelegenheiten – ebenso wie Davidek, der kurz vor dem Ende des Drittels – in Unterzahl – die Scheibe in der neutralen Zone erkämpfte, alleine auf Klein zufuhr, der aber stark reagierte und blitzschnell unten war um das Spielgerät unter sich zu begraben.

Kolozvary hatte im letzten Drittel die erste Chance, verpasste aber im Slot knapp die Scheibe. Gegen eine durchaus nicht mehr stark aufspielende Frankfurter Mannschaft war eben dies das Manko, dass man die Chancen, die man sich erarbeitete, nicht verwerten konnte. Andererseits bot man den Hessen mit individuellen Fehlern, wie in der 48. Minute, als man die Scheibe im Aufbau verlor, leichtes Spiel. Fischer nutzte dies und erhöhte die Führung auf 1:3. Nach einer Strafe gegen MacAulay konnte man sich festsetzen und durch Gron, der aus der Halbdistanz Maß nahm, den Anschlusstreffer setzen. Doch in der Folge setzte sich Proft energisch durch und verwertete seinen eigenen Nachschuss zur erneuten 2-Tore-Führung, die gleichzeitig auch den Sieg für die Gäste brachte.

„Im ersten Drittel hat uns Frankfurt stark unter Druck gesetzt aber wir haben auch gut gearbeitet und Timo hatte in paar gute Saves. Im zweiten Drittel war viel Über- und Unterzahl und bei der 5 gegen 3 Überzahl müssen wir natürlich ein Tor schießen. Wir haben dann ein bisschen unglückliche Tore bekommen haben manche Strafen genommen, die man nicht nehmen muss. Manche hätte man vielleicht auch nicht geben müssen“, so das Fazit von Petri Kujala kurz nach dem Spiel.

-av-

Foto: Peter Kolb

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