Landshut nimmt die Punkte mit…

Bayreuth Tigers vs. EV Landshut 1:4 (1:1, 0:3, 0:0)

Bayreuth: Steinhauer, Schmidt – Schuster, Pokovic, Dietmann, Slavetinsky, Nikkilä, Raab, Kurz – Fabian, Roach (2), Järverläinen, Ewanyk (4), Bindels, Mieszkowski, Cornet, Kretschmann, Schumacher (2), Blomqvist, Meier, Cabana

Landshut: Vogl, Pertuch – Brandl (2), Eberhardt (2), Brückner (2), Stowasser, Schwarz, Pageau, Pavlu – McLellan (2), Kornelli, Kharboutli, Grimm, Bruch, Valenti, Mayenschein, Pfleger, Hult, Forster, Cameron (2), Zucker (2)

Zuschauer: 1.412

Schiedsrichter: Bauer, Naust – Jürgens, Pletzer

Strafen: Bayreuth: 8 Landshut: 10 PP: Bayreuth 0/4 Landshut: 1/3

Torfolge: 1:0 (15.) Kretschmann (Mieszkowski, Bindels), 1:1 (16.) Mayenschein (Hult, Cameron), 1:2 (22.) Pfleger (Brandl, McLellan), 1:3 (26.) Grimm (Cameron, Eberhardt), 1:4 (31.) Cameron (McLellan, Pfleger) PP2

Patrick Kurz rutschte – im Vergleich zum Auftaktspiel in Regensburg –  für Garret Pruden ins Line-Up beim ersten Heimspiel im Bayreuther Tigerkäfig der Saison.

Schneller Beginn beider Teams in den ersten fünf Minuten – ohne jedoch bereits zwingende Chancen kreieren zu können. Das Tempo blieb auch in der Folge hoch. Erstmals zu einer Gelegenheit kamen die Tigers als Blomqvist nach fünf Minuten direkt auf Vogl zielte. Gleich im Anschluss versuchte sich Järveläinen aus zentraler Position sowie gleich nochmals von der blauen Linie. Bei einem Überzahlspiel der Landshuter wurde es dann erstmals gefährlich vor dem Tor der Tigers als Valenti zwei Mal in Folge durchladen konnte und vom linken Bully-Punkt jeweils das Tor knapp verpasste. Sein Kollege Cameron machte dies besser, konnte aber ebenfalls nicht jubeln weil Steinhauer – der an diesem Abend den Vorzug vor Schmidt erhielt – mit einer starken Reaktion aufwartete. Die Tiger, die ihrerseits dann im Powerplay agieren durften, scheiterten in Person von Blomqvist ebenso wie Kretschmann, der den Pfosten traf. In der 15. Minute war es dann soweit – Bindels beschäftigte Vogl mit einem platzierten Schuss, den dieser noch abwehren konnte, jedoch gegen Kretschmann, der danach an die Scheibe kam und die Führung besorgte, machtlos war. Dass diese lediglich 15 Sekunden Bestand hatte, lag einem durchdacht vorgetragenen Angriff. Cameron, der über die rechte Außenbahn ins Angriffsdrittel lief sah Hult in der Mitte, den er bediente. Hult versuchte sich jedoch nicht selbst sondern legte überlegt auf Mayenschein ab, der nur noch den Schläger hinhalten musste, um den Ausgleich zu schreiben. Die Möglichkeit, dies zu korrigieren war durchaus da für die Bayreuther, genauso wie für Landshut, die mehrfach gefährlich vor dem Kasten von Steinhauer auftauchten.

Ohne Freddy Cabana, der angeschlagen passen musste, ging man das zweite Drittel an, das Landshut besser begann. Pfleger, der in der neutralen Zone an die Scheibe kam und auf Steinhauer zulaufen konnte, kam ungehindert zum Schuss und schoss schnell, nach 22 Minuten, seine Farben in Führung. Darauf hin waren es die Tigers, die auf den Ausgleich drückten. Ewanyk, und dann Schuster, der zu zentral zielte und Schumacher, der nach schöner Kombination an Vogl scheiterte, hätten die Möglichkeit hierzu gehabt. Es kam anders – im direkten Gegenzug war es Grimm, der freigespielt wurde und zum 1:3 einschießen konnte. Als nach 29 gespielten Minuten Schumacher und gleichzeitig Roach hinausgestellt wurden und Landshut volle zwei Minuten mit zwei Mann mehr agieren konnten, fiel – fast schon erwartungsgemäß – der nächste Gegentreffer. McLellan und Pfleger dienten als Vorbereiter für Cameron, der zum 1:4 stellte, was gleichzeitig den Pausenstand darstellte.

Mit noch einem Mann mehr auf dem Eis ging es in den Schlussabschnitt, bei dem Cornet die erste Möglichkeit hatte, hier aber an Vogl scheiterte. Ein überschaubar vorgetragenes Überzahlspiel, als McLellan auf die Strafbank wanderte, brachte keinen erhofften Erfolg sodass man gleich zu Beginn des Abschnitts gute Möglichkeiten liegen ließ, um dem Spiel ggf. eine Wendung geben zu können. Blomqvist und Nikkilä verpassten ebenso, wie Ewanyk. Als 6 Minuten und 30 Sekunden vor Ende Zucker auf die Strafbank wanderte, nahmen die Bayreuther Coaches Steinhauer für einen sechsten Feldspieler vom Eis und versuchten so nochmals mehr Druck aufzubauen. Für ca. 90 Sekunden gelang dies auch, jedoch ohne den erhofften Torerfolg generieren zu können. Im Anschluss nahm Steinhauer seinen gewohnten Platz wieder ein. Dass Landshut im Schlussabschnitt den Verwaltungsmodus fuhr und sich auf die Defensive konzentrierte, wurde in der 56. Minute deutlich, als die Gäste die erste und einzige gute Möglichkeit in diesem Spielabschnitt auf sich vereinten. Pageau scheiterte hier am gut reagierenden Steinhauer.

-av-

Foto: Peter Kolb

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