Leuchtendes Licht und tiefdunkler Schatten in 60 Minuten

ESV Kaufbeuren – Bayreuth Tigers 5:1 (0:1, 4:0, 1:0)

Kaufbeuren: Dalgic, Güßbacher – Kittel, Koziol, Ketterer, Thiel, Pfaffengut, Gschmeißner, Eichinger – Wolter, Schmiedle (12), Lewis, Lukes (4), Thomas, Wörle, Laaksonen, Kerälä, Gracel, Oppholzer, Blomqvist, Latta

Bayreuth: Herden, Jaeger – Martens, Veisert, Grosse, Schmidt, Karlsson (2), Mannes, Nijenhuis – Rajala (2), Busch, Heider, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Lillich (2), Zimmermann, Melanson, Gron, Kunz, Kolb (4)

Zuschauer: 2448

Strafen: Kaufbeuren: 16 Bayreuth: 10 Powerplay: Kaufbeuren: 1/5 Bayreuth: 0/1
Torfolge: 0:1 (20.) Lillich (Schmidt, Martens), 1:1 (24.) Lukes (Kerälä, Blomqvist), 2:1 (29.) Pfaffengut (Thiel, Gracel), 3:1 (29.) Laaksonen (Latta, Ketterer), 4:1 (38.) Lewis (Blomqvist, Lukes) PP1, 5:1 (43.) Schmiedle (Laaksonen, Ketterer)

Viel größer können die unterschiedlichen Leistungen innerhalb eines Spieles wohl nicht sein, wie sie am Dienstagabend in Kaufbeuren gezeigt wurden.

20 Minuten waren die Tigers tonangebend und ließen die Gastgeber wenig bis gar nicht zur Entfaltung kommen, die ihrerseits kein Bein aufs Eis bekamen. Bereits nach wenigen Sekunden konnte Lillich die erste Großchance für sich verbuchen, als dieser im Slot durch Bartosch angespielt worden war. Rajala nach neun gespielten Minuten und Busch mit einem Pfostentreffer kurz darauf hätten hier bereits ein kleines Polster heraus schießen können. Es dauerte jedoch bis kurz vor dem ersten Pausenpfiff, um etwas zählbares auf die Anzeigentafel schreiben zu können. Lillich nahm sich ein Herz und zog aus halbrechter Position ab, traf dabei ins obere linke Toreck und brachte sein Team in Führung.

Mit nummerischer Überlegenheit – Kolb hatte kurz vor dem ersten Drittelende noch eine Strafe gezogen – kamen die Gastgeber im zweiten Abschnitt schnell auf Betriebstemperatur und deckten den Bayreuther Torsteher Herden mit Schüssen ein. Lukes brachte seinem Team nach 24 gespielten Minuten den Ausgleich, der sich bereits abgezeichnet hatte. Ab diesem Zeitpunkt war dem Bayreuther Team die Verunsicherung förmlich anzusehen. Der Doppelschlag Mitte des Abschnitts, als Pfaffengut und Laaksonen mehr oder weniger zwei Treffer, innerhalb von nur einer knappen halben Minute, gestattet wurde, besiegelte schon fast das Schicksal der Tigers an diesem Abend. Auch wenn man den Jungs von Coach Kujala das Bemühen nicht absprechen konnte, so sollte nicht mehr viel funktionieren. Die besten Gelegenheiten hatte man noch, als Lukes für zwei Minuten auf die Strafbank musste und man im Powerplay mehrfach nahe am Anschlusstreffer war. Just zu diesem Zeitpunkt, nach Ablauf der Strafe und während einer Drangphase erwischte es Rajala mit zwei Minuten. Die Chance ließen sich die Joker nicht entgehen kamen durch Lewis zum nächsten Treffer.

Im Schlussabschnitt reichte es für die Allgäuer – nachdem in der 43. Minute durch Schmiedle, der vors Tor ziehen konnte, der nächste Treffer fiel – das nötigste zu tun und die Tigers weitestgehend aus der gefährlichen Zone zu halten, die diese auch selten erreichten.

„Wir haben gut angefangen und jeder weiß, dass Kaufbeuren ein hartes Forechecking fährt. Wir haben uns hier oft gut befreien können und sind in Führung gegangen. Danach haben wir eigentlich nur noch Chancen für Kaufbeuren kreiert, die diese auch genutzt haben“, hörte und sah man Coach Kujala die Enttäuschung sichtlich an, nach der Leistung seiner Mannschaft an diesem Abend.

-av- 

Foto: Benjamin Lahr 

 

 

 

 

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