Roadgames um die Weihnachtszeit

Auch um die Feiertage herum wird traditionell Eishockey gespielt. Für die Bayreuth Tigers stehen dabei zwei Auswärtsauftritte im Spielplan.

Zunächst geht es am Donnerstag nach Baden-Württemberg, wo man um 20.00 Uhr auf die Heilbronner Falken trifft. Am 2. Weihnachtsfeiertag wird man in der Sächsischen Landeshauptstadt reisen um dort um 17.00 Uhr gegen die Dresdner Eislöwen anzutreten.

Mit derzeit vier Punkten Vorsprung – und insgesamt 34 Zählern – auf die Tigers belegen die Unterländer – bei allerdings drei Spielen, die man mehr absolviert hat – den 8. Tabellenplatz. Die bislang einzige Partie der Saison Mitte November entschieden die Tigers mit 2:0 Toren für sich, wobei Järveläinen als Doppeltorschütze auftrat.

Zur aktuellen Saison hat man die Kontingentpositionen komplett neu besetzt. Mit Jeremy Williams hat man einen DEL-erfahrenen, routinierten Angreifer verpflichtet, der u.a. auf über 400 Einsätze in der AHL zurückblicken kann und gut 30 Mal in der NHL aufgelaufen ist. Mit 33 Punkten führt der Kanadier, gefolgt von seinem Landsmann Judd Blackwater (30 Punkte), die interne Scorerwertung an. Ebenfalls aus dem Mutterland des Eishockeys kommt Kenney Morrison, der zuletzt in Bad Tölz aktiv war. Mit 23 Punkten gehört der 1,88 Meter große Rechtsschütze zu den derzeit stärksten Verteidigern der Liga. Im Tor setzt man am Neckar auf „Jugend forscht“. Hier ist Florian Mnich mit knapp 22 Jahren bereits der älteste Akteur von vier im Kader stehenden Goalies. Mnich, der bisher den größeren Teil der Spiele absolviert hat – derzeit allerdings verletzt ist – ist ebenso Förderlizenzspieler der Adler Mannheim, wie Arno Tiefensee, der auf elf Einsätze kommt in der laufenden Saison. Mit 90 erzielten Treffern gehört man zu den Top-4-Teams der Liga, hat aber gleichzeitig auch die drittschlechteste Bilanz, was Gegentreffer angeht. Bei den Special-Teams hält man sich mit den Tigers die Waage. Sind die Tigers in Überzahl marginal etwas besser, so stehen die Falken ganz knapp vor den Tigers, wenn es ums Penalty-Killing geht.

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison kreuzt man die Schläger mit den Dresdner Eislöwen, wenn es am Sonntag um 17.00 Uhr zum Aufeinandertreffen in der Energie-Verbund-Arena kommt. Die ersten beiden Partien gingen glatt an die Sachsen. So verlor man am zweiten Spieltag 7:2 in Dresden und quittierte kürzlich das Heimspiel mit einer 0:3 Niederlage. Topscorer der Dresdner ist Jordan Knackstedt. Der Deutsch-Kanadier steht aktuell bei 37 Punkten, wovon er deren sechs gegen die Tigers gesammelt hat. Ihm folgt der in Bayreuth bestens bekannte Simon Karlsson, der mit 23 Punkten zu den Top-Defendern der Liga zählt. Mit 18 neuen Akteuren und dem Wandel von ältesten zum jüngsten Team der Liga haben Sportdirektor Roos und Trainer Andreas Brockmann einen Kader zusammengestellt, der im Augenblick die traditionell hohen Erwartungen erfüllt an der Elbe. Dabei setzt man mit ausschließlich Schweden auf den Kontingentpositionen auf die skandinavische Karte. Neben dem angesprochenen Karlsson steht mit David Suvanto ein weiterer Verteidiger im Line-Up. Für den Angriff wurden David Rundqvist, sowie Johan Porsberger verpflichtet. Mit Vladislav Filin, Timo Wathler, sowie Nicklas Mannes stehen mit Karssson zusammen vier Akteure im Team, die bereits das Tigers-Trikot getragen hatten. Janick Schwendener bestreitet den Großteil der Partien im Gehäuse der Eislöwen und liegt mit einer Fangquote von 91,91% sowie einem Gegentorschnitt von 2,34 je Partie im obersten Abschnitt des Goalie-Rankings im Ligavergleich. Mit 13 Akteuren, die bereits zweistellig gepunktet haben, stellt man neben Frankfurt und Bad Nauheim die am breitesten aufgestellten Punkteproduzenten. Mit 92 erzielten Toren stellt man eine der besten Offensiven der Liga und grüßt derzeit mit 50 erspielten Punkten, knapp hinter Frankfurt und Ravensburg von Platz drei in der Tabelle.

Im Lager der Tigers wird man bedacht sein, die derzeit schwierige Phase, mit u.a. zwei Spielen in Folge ohne eigenen Torerfolg, hinter sich zu lassen und der Formkurve eine neue, positive Richtung zu geben. Hierzu wird man, bis auf Ivan Kolozvary, für den ein Einsatz noch nicht möglich ist, mit vollem Kader antreten können. Neben Cason Hohmann, der wieder ein- und angreifen kann, wird auch Moritz Schug sein Saisondebüt geben.

-av-

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