Tigers mit starkem Auftritt aber ohne Punkte…

Bayreuth Tigers  –  Eispiraten Crimmitschau  3:4 (1:0, 1:2, 1:2)

Zuschauer: 1859 Strafen: BT: 4 Min  ETC: 10 Min   Powerplay: BT: 1/5 ETC: 0/2

Tigers: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu, Neher, Linden(2), Müller (2), Potac, Mayer – S. Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Chouinard, Gams, V. Busch, Stas, Luciani, Ontl, Gläser

Eispiraten: Kilar (2), Ritschel – Maschmeyer, Schitzold, Olleff, Ostwald, Halbauer, Weber, Kranjc – Walsh, Allen, Keil, Gollenbeck (2), Schlenker, Knackstedt, Saarinen, Ciernik (4), Pohl, Kabitzky, Czarnik (2)

Tore: 1:0 (14.) Gläser (Linden), 2:0 (33.) Geigenmüller (Bartosch, Kolozvary). 2:1 (34.) Pohl (Ciernik, Schlenker), 2:2 (36.) Weber (Kanckstedt, Kabitzky), 2:3 (41.) Weber (Kranjc), 3:3 (54.) Stas (Chouinard, Luciani) PP1, 3:4 (60.) Czarnik (Ciernik)

 

Mit der wieder genesenen kompletten „KGB-Reihe“ und den Rückkehrern Neher und Luciani, dafür aber ohne Alanov, der für die Nürnberger in der DEL im Einsatz war, traten die Tigers mit vier Sturmreihen an. Lange ist es her in dieser Saison, dass Sergej Waßmiller so aus den Vollen schöpfen konnte.

Das erste Drittel war eine der guten bis sehr guten Spielabschnitte für die Tigers in dieser Spielzeit. Ohne die Defensive zu vernachlässigen, spielten die Tigers kontrolliert nach vorne. Beinahe im Minutentakt kreierten sie dabei Torchancen. Bartosch begann in der zweiten Minute und verzog die Scheibe nur knapp. V. Busch, Gams, der alleine auf den Eispiratentorwart zulaufen konnte, Luciani und Potac mit einem Schuss aus dem Halbfeld machten weiterhin Druck. Unterbrochen von einem eher harmlosen Schuss der Eispiraten nach fünf gespielten Minuten. Nach weiteren Möglichkeiten durch Luciani, Neher und Ontl konnte Saarinen das erste Mal gefährlich vors Tor der Bayreuther ziehen. Vosvrda war auf dem Posten – bis hierhin waren bereits 13 Minuten gespielt. Nur eine Minute später fälschte Gläser einen eher harmlos aussehenden Schuss von Linden glücklich ab und brachte damit seine Farben in Führung. Crimmitschau im Anschluss noch mit zwei guten Möglichkeiten. Einmal konnte Knackstedt nicht verwerten und Ciernik setzte einen Penalty an den Pfosten, sodass man mit einer – für die Gäste zu diesem Zeitpunkt – eher schmeichelhaften knappen Führung in die Pause ging.

Auch im Mittelabschnitt machten die Tigers eine gute Figur und spielten weiter hochkonzentriert. Den ersten Warnschuss setzten aber die Gäste aus Sachsen in der 26. Spielminute als Czarnik eine Gelegenheit bekam. Als die Eispiraten zu ihrem ersten Treffer kamen – allerdings hatte Geigenmüller nach einem schön getimten Zuspiel von Bartosch kurz vorher auf 2:0 erhöht – drehte sich das Spiel etwas. Knackstedt kam vier Minuten vor der zweiten Pause ziemlich frei zum Schuss und überwand Vosvrda zum Ausgleich für sein Team. Bartosch hätte Sekunden vor der Drittelpause – beide Mannschaften waren mit vier Feldspielern auf dem Eis – noch die Führung vor der Sirene erzielen können, scheiterte aber am Goalie der Eispiraten.

Kalte Dusche zum Beginn des dritten Spieldrittels für die Tigers als Weber aus halblinker Position einfach mal abzieht. Die Scheibe springt vom Pfosten zurück an die Schulter von Vosvrda und kullert von dort ins Tor. Erstmalige Führung für die Eispiraten! Es dauerte einige Zeit bis sich die Gastgeber von diesem Rückschlag erholen konnten. Luciani war es, der nach 49 Minuten einen Querpass stark auf den im Slot lauernden Stas spielte, der noch abgedrängt werden konnte. Kurze Zeit später – Czarnik drückte die Strafbank – war Stas dann mit seinem Tor an der Reihe. Chouinard brachte die Scheibe von der blauen Linie in die gefährliche Zone vors Tor, wo seine Reihenkollege noch die Kelle hinhalten konnte und dem Puck so den entscheidenden Richtungswechsel mitgab. Die inzwischen mit offenem Visier kämpfenden Gäste antworteten mit wütenden Angriffen und kamen nacheinander durch Saarinen, Knackstedt und Allen zu besten Gelegenheiten und dies wurde, sehr spät, noch belohnt. Ciernik, der bei einem Solo selbst durch einen Sturz nicht von der Scheibe zu trennen war, machte knapp 50 Sekunden vor dem Schlusspfiff den Deckel auf die Partie, die den Sachsen die endgültige Teilnahme an den Pre-Playoffs bescherte und die Tigers, bei einem gleichzeitigem „Dreier“ der Tölz Löwen auf dem 14. Platz festnagelte.

Tigers-Coach resümierte in der Pressekonferenz die Partie knapp und sehr treffend: „Mit der Leistung meiner Jungs war ich sehr zufrieden – mit dem Ergebnis nicht!“

Foto: Peter Kolb

Teile diese News