Zwei Mal Sachsen am Wochenende

Mit einer etwas ruhigeren Woche und weitgehend „normalen Trainingseinheiten“ ohne ein Dienstagsspiel gehen die Tigers in die beiden Spiele am kommenden Wochenende. In der weiter sehr engen Tabelle will man sich weiter in den Playoff-Rängen festbeißen und dazu möglichst viele Punkte holen.

Mit dem Duell im Sahnpark am Freitag um 20 Uhr startet man erneut in ein Wochenende ohne Stadionbesucher. Auch am Sonntag – Spielbeginn ist zur gewohnten Zeit um 17 Uhr – gegen die Dresdner Eislöwen sind trotz kurzer Verwirrung keine Zuschauer zugelassen. Beide Partien können wie gewohnt live via SpradeTV verfolgt werden.

Bis zum 12. Spieltag standen die Eispiraten – nach sechs Siegen in Folge – unter den Top 3 der Liga, von da an ging es langsam etwas abwärts in der Tabelle, sodass man sich aktuell auf dem achten Tabellenplatz wiederfindet. Am vergangenen Wochenende brachten die Eispiraten gleich doppelt ein besonders Kunststück zustande: Man gab jeweils spät im Spiel eine 2:0-Führung aus der Hand, um dann in der Overtime den Siegtreffer zu markieren. Topscorer im Team von Trainer Marian Bazany ist Scott Feser (11 Tore + 10 Assists) vor Mathieu Lemay (6 + 12) und Vincent Schlenker (8 + 7). Ex-Tiger Luca Gläser steht bei 10 Scorerpunkten in 19 Spielen. Im Tor ist der slownische Nationaltorhüter Luca Gracnar die klare Nummer 1 und liefert mit einer Fangquote von gut 91 Prozent sehr ordentliche Werte. Überhaupt stellen die Eispiraten mit nur 50 Gegentoren die beste Defensive der Liga – mit 53 selbst erzielten Toren aber auch die zweitschwächste Offensive, nur Aufsteiger Selb gelangen noch weniger Treffer. Im ersten Duell der Saison konnten die Tigers vor heimischer Kulisse mit 3:0 gewinnen.

Die Dresdner Eislöwen sind wohl das Team mit dem größten Schritt nach vorne im Vergleich zur Vorsaison: Beendete man die Vorsaison auf Rang 13 hat man sich nach wechselhaftem Saisonstart inzwischen in den Top 4 der DEL2 festgesetzt. Vier der letzten fünf Spiele gingen für die Eislöwen in die Verlängerung oder sogar in die Overtime, nur gegen Selb gelang ein klarer 5:0-Sieg. Zuletzt unterlag man am Sonntag dem EC Bad Nauheim mit 2:3 im Penaltyschießen. Topscorer beim Team von der Elbe ist Kapitän Jordan Knackstedt (12 + 22), ihm folgt mit einigem Abstand (11 + 10) mit Ex-Tiger Simon Karlsson der erste von vier schwedischen Kontingentspielern vor Tomas Andres (7 + 13), Johan Porsberger (11 + 8) und Timo Walther (6 + 9). Gleichauf mit Frankfurt stellen die Eislöwen mit 83 Toren die drittbeste Offensive der Liga, mit nur 65 Gegentreffern liegt man auch hier im Vorderfeld. In Sachen Powerplay liegt man leicht vor den Tigers (20,5% zu 20%), in Unterzahl liefert man mit 88,6 Prozent den zweitbesten Wert der Liga. Das erste Duell der Saison ging überdeutlich mit 7:2 an die Sachsen.

Auf Seiten der Tigers reicht es am Wochenende vielleicht erstmals in dieser Saison für einen Einsatz von Kevin Kunz. Nach ziemlich genau einem Jahr Verletzungspause steht der Stürmer vor seinem Comeback. Für Ivan Kolozvary kommt ein Einsatz dagegen noch zu früh. Luke Pither und Cason Hohmann haben zuletzt mit dem Training ausgesetzt, werden aber wohl spielen können.

-kno-

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